Über die Künstler

Kunstraum-Djoma ist ein im Jahre 2020 eingerichtetes gemeinsames Projekt des Künstlerpaares Dzhamal „Djoma“ Djumabaeva und Michail Kudinow.

Michail Kudinow wurde in der Ukraine, in Kramatorsk geboren, studierte an der Kunstschule in Lugansk und absolvierte anschliessend die Kunstakademie in St. Petersburg.

Er fühlt sich als Ukrainer, als Russe, als Europäer, insbesondere aber auch als Bürger der Stadt Köln. 

Dzahmal Dzhumabaeva wurde in Bishkek (im heutigen Kirgistan) geboren. Nachdem Djoma die Kunstschule in Frunse absolviert hatte, studierte auch sie an der Kunstakademie in Sankt Petersburg. Dort traf sie Michail Kudinow. Beide verliebten sich und heirateten schliesslich.

Das kreative Duo ist seit vielen Jahren im Kunst- und Ausstellungsbereich tätig. In den vergangenen Jahren haben Sie mehr als 120 Ausstellungen in Europa organisiert und durchgeführt.

Dabei hat sich Köln in den letzten Jahren als ihr kreatives Zentrum herauskristallisiert. Mit dem “Kunstraum-Djoma” soll dieses Schaffen auf eine weitere Stufe geführt werden.

“Wir haben mittlerweile sehr gute Freunde hier, die uns nach besten Kräften dabei – gerade auch jetzt in der aktuellen Situation rund um das Kriegsgeschehen in der Ukraine - unterstützen” sagt Djoma und Ihr ist echte tiefverbundene Freude darüber anzusehen.

Djoma führt das Werk Ihres Vaters als Buchillustratorin, Graphikerin und Malerin fort. Ihr Vater, der leider früh verstorben ist, war ein kirgisischer Nationalkünstler. Vor allem in Ihren graphischen Werken schimmern Märchen und Mythen Ihrer kirgisischen Heimat durch. 

“Ebenso wichtig für das Verständnis meiner Werke sind aber natürlich auch das Leben in Städten wie Köln und Sankt Petersburg mit Ihren großen, gerade auch künstlerischen Diversifikationen und Traditionen” führt Sie aus.

“Als Künstler sehen wir uns als Kosmopoliten. Kunst ist nach unserer Auffassung grenz- und kulturüberschreitend. Sie speist sich von wechselseitigen, immerwährend neuen Einflüssen” ergänzt Michail Kudinow.

“Wiederholte Aufenthalte in Westeuropa, u.a. in Dänemark und Deutschland in den letzten drei Jahrzehnten haben unser Denken unser Werk beeinflusst, bereichert und nachhaltig weiterentwickelt. Ein Prozeß, der hoffentlich nie aufhört.”

Djomas Werk drückt dies aus in einem expressiven Pinselstrich. Ihre charakteristischen Bilder bewegen sich zwischen Abstraktion und Wirklichkeit. Djoma malt weniger was sie sieht, als das, was Sie fühlt. Farbkomposition und Formgestaltung bilden ein klar strukturiertes wie spontan wirkendes Stimmungsbild. Leuchtkraft und Kontrastwirkung bestimmen Ihre Bilder. Einerseits spürt man die Explosion der grellen, intensiven, quasi übermütigen Farben, andererseits aber auch die beruhigende Wirkung der zurückhaltenden, blasseren Farben. 

Man erkennt ihre Heiterkeit, aber auch die “Lyrik der Naturverbundenheit”. “Für mich ist Malen nicht nur Umgang mit Farben, sondern der Versuch, das Leben, das mich umgibt und an dem ich teilhabe, künstlerisch zu erfassen” sagt Djoma.

Die genaue Beobachtungsgabe und ihr großes Interesse am jeweiligen Umfeld mit allen dazugehörigen Emotionen, inspiriert sie und “muss verarbeitet” werden. Häufig geschieht dies in Serien von bis zu 10 Variationen eines Themas. 

Ihre dabei zum Ausdruck kommende Bandbreite zwischen Verzweiflung (“lost”) und Hoffnung spürt man förmlich mit jedem Pinselstrich. Beeindruckend insbesondere dabei die Darstellung von Mikroemotionen   und Details in Gesichtern, in denen ihre Meisterschaft Dinge auch graphisch darzustellen, zum Ausdruck kommt. 

Das Werk von Michail Kudinow unterscheidet sich vom Werk seiner Frau deutlich sichtbar. Er malt und zeichnet eine eigene, fast rätselhafte Welt, mit heiteren konkreten oder stilisierten skurrilen Figuren, ein theaterähnliches All, in dem sich Leichtigkeit und verborgene Tiefsinnigkeit seltsam, aber doch sehr schön vereinigen. 

“Die Grundierung eines Bildes ist für mich sehr wichtig,” führt er aus. “Ich bin da besonders sorgfältig. Stimmt der Bildgrund nicht, kann kein Zusammenspiel zwischen ihm und den akribisch aufgetragenen Linien, Figuren oder graphischen Elementen entstehen.”

Die Werke der beiden Künstler mit den feinen Nuancen von Farbe und Textur, können nur schwer angemessen beschrieben werden. Sie müssen mit eigenen Augen gesehen werden. 

Gelegenheit dazu besteht im Rahmen der üblichen Öffnungszeiten des “Kunstraum-Djoma”.

Wenn Sie mehr über die beiden Künstler, ihre bisherigen Ausstellungen und ihr Werk erfahren möchten, besuchen Sie bitte deren Homepages www.djoma.com und www.kudinow.com, sowie deren Auftritte in den sozialen Medien.

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